Todestag von Anton Sturm und Vorstellung der Bibliothek

Am vergangenen Samstag gedachte der Historische Verein „Alt Füssen“ des
249. Todestages des Bildhauers Anton Sturm.
Dazu trafen sich Mitglieder im alten Friedhof, um das mutmaßliche Grab der Familie Sturm aufzusuchen.
Vor dem Sturm-Haus an der Brunnengasse wurden die bereits abgeschlossene Sanierung des
Daches und die Erkenntnisse von Restaurator Manfred Sattler zu Farbe und Putzbeschaffenheit der Fassade erläutert.
Die Mitglieder erfreute die Idee von Spenglermeister Georg Lerchenmüller, in den großenRinnenkessel das Portrait der berühmten „Athene“ des Ottobeurer Bibliothekssaals zu hämmern.

Im Obergeschoß konnte man sich vom Stand der geplanten Vereinsbibliothek überzeugen; sie soll einmal alle Literatur zu Geschichte, Bau- und Kunstgeschichte, zu Volks- und Brauchtum und zur Mundart Füssens und seiner Umgebung umfassen.

Auch soll Literatur von heimischen Autoren, wie Magdalena Prosch, Jörg Modlmayr, Gerhard Köpf und Richard Bletschacher den Lesern zur Verfügung stehen.
Drei von vorerst zwölf Regalelementen vermittelten einen guten Eindruck davon, wie die Bibliothek einmal aussehen wird.  
Der Buchnachlass der Schwestern Martha und Hildegard Rüther und eine Schenkung von Dr. Helmar Schweiger bieten bereits jetzt einen ansehnlichen Querschnitt einschlägiger Literatur. 

In der großen Stube von Anton Sturm folgten Leseproben aus Peter Dörflers ehemals populärem Buch über den heiligen Magnus, Lyrik von Hiltbold von Schwangau und Jörg Modlmayr und ein Auszug aus Gerhard Köpfs „Weg nach Eden“.
Zum Abschluss kam ein Kapitel aus einem Buch des früheren Hopfener Pfarrers Ferdinand Benz zu Gehör, wo in bester Lohmeier-Manier eine Gerichtsverhandlung im Hohen Schloss geschildert wird; ein junger Richter aus der bayerischen Pfalz, der am Dialekt der Angeklagten aus Rieden und Hopfen scheitern muss.
Zum vergnüglich-besinnlichen Nachmittag, zur „Sturmzeit“, war auch der Vorstand der „Geschwister Suiter Stiftung“ Dr. Hans Ketterl und seine rechte Hand Frau Hermine Keck erschienen.
Dr. Ketterl würdigte in einer kurzen Ansprache die beiden Geschwister Anna und Johann Suiter und gedachte des vor kurzem verstorbenen Johann Suiter. Er wies auch darauf hin, dass die Stiftung mit dem Historischen Verein „Alt Füssen“ einen guten und verlässlichen Partner zur Belebung des Anton Sturm – Hauses gefunden habe und dankte dem Vorsitzen den Magnus Peresson und den vielen Mithelfern für die gute Zusammenarbeit.